Weiter vom Pech verfolgt: C.Abt Racing erlebt in der Hitzeschlacht auf dem Lausitzring ein enttäusch

Die letzten beiden Rennläufe des ADAC GT Masters kurz vor der langen Sommerpause verliefen für das Team C.Abt Racing eher mäßig. Trotz des bisher besten Qualifying-Ergebnisses für die Mannschaft rund um Christian Abt musste das Team eine weitere herbe Enttäuschung hinnehmen.
Temperaturen weit über 35 Grad. Im Rennwagen das doppelte. Das Wochenende auf dem Lausitzring stellte sich als eine Hitze-Tortur für Fans, Fahrer und Mechaniker dar. Die Leistung des Teams C.Abt Racing litt darunter keineswegs. Nicki Thiim sorgte für das bisher beste Qualifying-Ergebnis in der Saison. Mit einer Zeit von 1:20:326 erreichte er den zweiten Startplatz und damit freie Sicht für das zweite Rennen. Auch Vorjahres-Champion Kelvin van der Linde und Stefan Wackerbauer konnten mit dem sechsten und achten Startplatz sehr zufrieden sein, zumal diese Startpositionen eine gute Ausgangslage für die begehrten Punkteränge waren.

Doch schon im ersten Rennlauf musste das Team C.Abt Racing eine bittere Enttäuschung hinnehmen. Nach einem turbulenten Start und einer daraus resultierenden Kollision, der Stefan Wackerbauer zum Opfer fiel, mussten der junge Bayer und sein Teamkollege van der Linde das Rennen vorzeitig beenden. "Unsere Trainingsläufe waren gut und auch das Qualifying war sehr vielversprechend", sagte Wackerbauer nach dem Rennwochenende. "Leider wurde ich im ersten Rennen unglücklich getroffen, weshalb wir das Rennen nicht beenden konnten". Das Duo Jordan Lee Pepper und Nicki Thiim landeten mit dem elften Platz nur eine Position hinter den Punkterängen. Christer Jöns und Andreas Weishaupt, die im Qualiying noch mit technischen Problemen zu kämpfen hatten, wurden zumindest mit einem dritten Platz in der Gentlemen-Wertung entschädigt.

Die Pechsträhne schien auch im zweiten Rennen für C.Abt Racing nicht abzureißen. Kelvin van der Linde, der einen rasanten Start hinlegte und bereits auf Rang fünf lag, musste nach einem Zweikampf und einem folgenden Reifenschaden einen zusätzlichen Boxenstopp einlegen. "Ich hatte einen sehr guten Start", sagte der C.Abt Racing Pilot. "Ich hatte einen guten Kampf mit Jens Klingmann. Leider hatte ich dann Probleme mit der Temperatur der Reifen und eine kleine Berührung hat uns den zusätzlichen Stopp beschert". Aufgeben war für das Zweigespann jedoch nicht drin und so beendeten van der Linde/Wackerbauer das Rennen schlussendlich auf Rang zwölf. Nicki Thiim, der von Position zwei gestartet war, verlor zwar anfänglich einige Positonen, sorgte dann aber mit spannenden Duellen um den vierten Platz für Aufsehen. Eine Zeitstrafe und technische Probleme kurz vor Ende des Rennens sorgte jedoch dafür, dass Thiim/Pepper schlussendlich lediglich auf Rang 14 gewertet wurden. "Der Speed war das ganze Wochenende da", beschrieb Jordan Lee Pepper die Renntage auf dem Lausitzring. "Leider hatten wir kein Glück. Wir schauen nach vorne auf das nächste Rennen auf dem Nürburgring". Christer Jöns und Gentlemen-Fahrer Andreas Weishaupt beendeten das Rennen frühzeitig mit einem technischen Defekt. "Wir sind von Ausfällen geplagt", sagte der enttäuschte Weishaupt. "Das ganze Team C.Abt Racing hat einen fantastischen Job gemacht. Leider wurden sie nicht belohnt. Für die Mannschaft tut mir das besonders leid".

C.Abt Racing Teamchef und ehemaliger DTM-Pilot Christian Abt resümierte: "Wir hatten hier ein schwieriges Rennwochenende. Unsere Pace war sehr gut, aber leider konnten wir unser Können nicht unter Beweis stellen. Unsere Pechsträhne hat sich das ganze Wochenende durchgezogen. Wir werden die lange Sommerpause jetzt nutzen, um das Wochenende zu analysieren, um dann in der zweiten Saisonhälfte wieder voll angreifen zu können".

Das ADAC GT Masters verabschiedet sich nach dem wohl bisher heißesten Wochenende der Rennserie in die sechswöchige Sommerpause, ehe es dann Mitte August auf dem Nürburgring (14.-16.8.) in die zweite Saisonhälfte geht.
 

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